
Gemäss Ihrer aktuellen Studie bekommen in Sozialhilfefällen nur vier Prozent der Beschwerdeführer vor Bundesgericht recht. Wie wichtig sind solche Entscheide überhaupt, wenn die entscheidenden Dinge auf den unteren Ebenen passieren?
Eine berechtigte Frage. Denn es ist effektiv so: Am wichtigsten ist, dass in den unteren Instanzen alles sauber läuft, besonders auf den Sozialdiensten. Dort werden die Weichen gestellt – auch das bestätigt unsere Forschung. Trotzdem hat das Bundesgericht eine wichtige Funktion, wenn es sich zur Sozialhilfe äussert. Ein wesentlicher Beitrag der bundesgerichtlichen Rechtsprechung liegt bei verfahrensrechtlichen Fragen, wenn es also darum geht, den Anspruch auf ein faires Verfahren sicherzustellen.
