
Kritik an der Initiative
Leserin Andrea Sabina Mordasini schreibt: «Die 10-Millionen-Initiative ist, typisch SVP, nicht durchdacht und schiesst definitiv und eindeutig am Ziel vorbei.» Sie befürchtet wirtschaftliche Folgen und einen verschärften Fachkräftemangel. Branchen wie Pflege oder Gastro seien schon heute auf Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen.
Auch Leser Elvezio Mantegani lehnt die Initiative ab. «Auch ich leide unter dem Dichtestress als Mieter, Velofahrer und Patient», schreibt er. Die Nachhaltigkeitsinitiative sei aber «keine Lösung» und verschärfe «die Beziehung zur EU nur unnötig».
Maria Ocaña findet, dass die Debatte zu oft die falschen Menschen in den Fokus rücke. «Es sind nicht die ärmeren Migrantinnen und Migranten, die viel Wohnraum, Strassen, ÖV etc. brauchen, sondern die gutbetuchten Schweizer und Migranten», schreibt sie. Zudem gebe es viele Menschen, die arbeiten könnten, dies aber wegen fehlender Anerkennung ihrer Ausbildung, Sprachproblemen oder rechtlicher Hürden nicht dürften. «Heute arbeiten viele dieser Menschen einfach illegal, was es auch nicht besser macht. Da wäre es doch besser, wenn sie sinnvolle Arbeit verrichten, die der Gesellschaft dient und ihnen zu Sprachkenntnissen und Berufserfahrung verhilft. Davon würden letztlich alle profitieren.»
